Wissen V

Verfegen

Verfegen bezeichnet das Reiben von Rehböcken (seltener auch anderen Hirscharten) mit dem Geweih an jungen Bäumen und Sträuchern. Dieses Verhalten tritt vor allem im Frühjahr auf, wenn die Tiere den Bast – die durchblutete Haut auf dem wachsenden Geweih – abstreifen.

Dabei wird die Rinde der Pflanzen verletzt oder vollständig abgeschält. Besonders gefährdet sind junge Bäume mit glatter Rinde, wie etwa Eschen, Ahorn oder Obstgehölze.

Die Folgen können erheblich sein:

  • Verletzung der Rinde und des Kambiums
  • Wachstumsstörungen oder Verkrüppelung
  • Eintritt von Krankheitserregern
  • im ungünstigen Fall Absterben der Pflanze

 

Zum Schutz werden junge Bäume häufig mit Einzelschutzmaßnahmen versehen, etwa durch Schutzhüllen oder Drahthosen.

Vegetation

Gesamtheit der Pflanzen eines Gebietes.

Verjüngung

Nachwachsen neuer Bäume im Wald.

Vitalität

Gesundheitszustand von Pflanzen.

Voranbau

Der Voranbau ist ein Waldbauverfahren, bei dem eine Kunstverjüngung (Saat, Pflanzung) unter dem Schirm des bestehenden Altbestandes als zukünftiger Hauptbestand eingebracht wird.

Vorwald

Als Vorwald bezeichnet man einen jungen Waldbestand aus Natur- oder künstlicher Verjüngung, der meist aus schnell wachsenden, lichtdurchlässigen Pionierbaumarten wie Birke, Aspe, Weiden oder Eberesche besteht. Unter ihrem lockeren Schirm können sich empfindlichere Baumarten wie Buche oder Eiche entwickeln und sind dabei besser vor klimatischen Extremen wie Frost, Hitze und Trockenheit geschützt.